Die Französische Bulldogge gehört, aufgrund ihres
kurzen Fells, zu den recht pflegeleichten Hunden. Trotzdem sollten die
Pflege des Hundes niemals vernachlässigt werden. Besonderer Aufmerksamkeit
bedürfen, die Augen, die Gesichtsfalten, die Pfoten und Krallen, die Ohren,
sowie der After.
Den Augen Ihres Bullys sollten Sie
sich jeden Tag widmen. Sie sind wenig geschützt und besonders
verletzungsgefährdet. Bei Rötung und tränenden Augen sollten Sie sofort
einen Tierarzt aufsuchen. Die Absonderung in den Augen (auch Schlaf genannt)
ist harmloser Natur. Diese brauchen Sie nur mit einem feuchten Tuch
abwischen. Von Watte und Zellstoff ist abzuraten, da deren Fussel die Augen
Ihres Bullys reizen können. Verwenden Sie lieber Mull und saubere Tücher.
Die Gesichtsfalten müssen Sie nach Notwendigkeit säubern.
Die Gesichtsfalten sind eine ideale Brutstädte für Parasiten. Bei
vernachlässigen des Reinigen der Gesichtsfalten kann es zu bösen
Entzündungen kommen. Zur Pflege können Sie alle duftfreien Baby-Öle und
Cremes nehmen. Da die Gesichtshaut der Französischen Bulldogge besonders
empfindlich ist, vermeiden Sie starke Reibbewegungen! Haben Sie einen
Schecken, dann müssen Sie deren Gesichtsfalten täglich reinigen, um eine
Braunfärbung der Haare zu vermeiden!
Sollte die Nase ihres Bullys zu Nasenschwamm neigen oder
ohne Glanz und rau sein, dann muss sie eingefettet werden. Ich habe gute
Erfahrung mit Melkfett und Quartan-Salbe gemacht.
Die Pfoten sollten Sie sich ebenfalls regelmäßig
betrachten. Sollte Ihr Hund seine Pfoten beharrlich lecken, könnte dies ein
Indiz für einen eingetretenen Fremdkörper sein. Eine starke Rötung zwischen
Zehen und Ballen können auf ein Schweißdrüsen-Ekzem hinweisen. Sorgen Sie
dafür, dass dies nicht chronisch wird! Dies kann sonst zu einem veröden der
Schweißdrüsen führen und Ihr Bully würde sein Leben lang unter rissigen
Ballen und daraus resultierenden Gehbeschwerden leiden. Läuft Ihr Bully im
Sommer über erweichte Teerstraßen, kann dies Haarverklebungen und
Klümpchenbildungen zwischen den Ballen und Zehen führen. Den Teer können Sie
z.B. mit reiner Butter lösen und ausreiben. Dies vermeidet Entzündungen. Im
Winter können Straßen und Wege oft mit Salz von Eis befreit worden sein.
Achten Sie darauf, das Sie nach einem Spaziergang die Pfoten Ihres Bullys
sofort mit einem feuchten Tuch reinigen. Lassen Sie unter keinen umständen
zu, dass sich Ihr Bully das Salz von den Pfoten leckt. Bei rissigen oder
rauen Pfoten können Sie diese mit Rizinusöl oder Hirschtalg einreiben. Dies
ist auch ein idealer Kälteschutz.
Die Krallen jeden Hundes wachsen und müssen ab und zu
gekürzt werden. Läuft Ihr Bully viel auf hartem Boden, kürzen sich seine
Krallen - abgesehen von der Daumenkralle, da diese keinen Bodenkontakt hat -
auf natürlichen Weise. Hat er wenig Auslauf, oder bewegt sich überwiegend
auf weichen boden, müssen die Krallen alle zwei bis vier Wochen gekürzt
werden. Wird die Krallenpflege vernachlässigt können die überlangen Krallen
einwachsen oder Ihr Hund kann mit ihnen irgendwo hängen bleiben und sie sich
dabei ausreißen. Zum kürzen der Krallen gibt es im Fachhandel spezielle
Krallenzangen. Achten Sie darauf, dass Sie nicht in den durchbluteten Teil
der Kralle schneiden. Verletzungen des Krallennervs bluten sehr stark und
sind für jeden Hund sehr schmerzhaft. Von der Benutzung Ihrer eigenen
Nagelzange kann nur abgeraten werden, da durch falsche Anwendung die Kralle
gequetscht werden kann, was ebenfalls schmerzhaft für den Hund ist.
Die Ohren der Französischen Bulldogge müssen regelmäßig
Überprüft und spätestens alle zwei Wochen gesäubert werden. Zur Reinigung
machen sich sehr gut die handelsüblichen Ohrenreinigungsmittel (im
Fachhandel oder beim Tierarzt erhältlich), die Sie nach der
Gebrauchsanweisung benutzen. Oberflächliche Verschmutzungen oder
Ohrenschmalz entfernen Sie am besten mit Watteträgern. Diesen tauchen Sie in
die Lösung oder in Babyöl. Gehen Sie bei der Reinigung der Ohren äußerst
behutsam vor, und nur soweit mit den Watteträger ins Ohr, wie Sie bei gutem
Licht Einblick haben. Niemals tiefer ins Ohr gehen, da die Gefahr einer
Verletzung zu groß ist. Hörschädigungen können die Folge sein. Achten Sie
bitte auch darauf, das kein Wasser in die Ohren ihres Bullys gelangt. Wasser
im Innenohr kann zu schweren Entzündungen führen. Ist trotzdem Wasser in
sein Ohr gelaufen (z.B. nach einem Regenguss oder intensiven Toben im
Wasser), dann tupfen Sie es mit einem sauberen Tuch, welches Sie sich um den
Finger wickeln können, vorsichtig ab.
Kranzförmig um den After angeordnet, sowie beidseitig
unter dem After in den Analbeuteln befinden sich die Analdrüsen. Sie dienen
beim abkoten durch eine Sekretabgabe der Reviermarkierung. Diese Drüsen
können durch einen Sekretstau verstopfen. Um Entzündungen und Abszesse zu
verhindern müssen die Analdrüsen rechtzeitig ausgedrückt werden. Im
Anfangsstadium äußert sich ein Sekretstau durch einen Juckreiz in der
Aftergegend. Durch lecken und herumrutschen auf dem Hinterteil versucht sich
der betroffene Hund Erleichterung zu verschaffen.
Gewissheit, ob bei ihren Bully die Analdrüsen verstopft sind, erhalten sie,
wenn sie ihn und den Kot vom Tierarzt untersuchen lassen. Dieser wird dann
auch das dickflüssige und übelriechende Sekret ausdrücken.
Der Sekretstau kann durch chronische Verstopfung hervorgerufen werden und
eine Nachbehandlung ist nicht ausgeschlossen. Lassen sie sich die Handgriffe
für das Ausdrücken der Analdrüsen von ihrem Tierarzt zeigen und sie sparen
sich in Zukunft den Weg dorthin.
Zur Vorsorge sollten sie regelmäßig die Aftergegend ihres Bullys untersuchen
und auch mit einem feuchten Lappen reinigen. Dies ist insbesondere dann
ratsam, wenn ihr Bully eine an den Hinterbacken anliegende Knotenrute hat,
die den After verdeckt.
Das Gebiss sollte alle ein bis zwei Wochen kontrolliert
werden. Sollten die Zähne Belag aufweisen, dann entfernen sie diesen. Wie
bei uns Menschen, beugt auch bei den Hunden eine regelmäßige Zahnpflege
Zahnsteinbildung, schlechte Zähne (die häufigste Ursache für Maulgeruch) und
Zahnverlust vor. Das bedeutet aber nicht, dass sie ihren Liebling jetzt
regelmäßig die Zähne putzen. Regelmäßiges verfüttern von Kauknochen oder
Hundekuchen hat den selben Effekt. Doch sollten sie diese Futteranreichung
bei der Tagesration ihres Hundes berücksichtigen. Bei Belag, können sie
diesen einfach von den Zähnen abkratzen. Verwenden sie keine scharfen oder
zu harten Gegenstände dafür. Nehmen sie einen Mundspachtel, den sie in
Apotheken erhalten, oder einfach ihren Fingernagel. Hartnäckiger Zahnstein
sollten sie aber lieber von einem Tierarzt entfernen lassen.
Das Fell ihres Bullys bedarf wenig Pflege. Ist ihr Hund
gesund, glänzt es von allein. Wöchentliches abbürsten reicht aus und wird
von ihren Bully bei richtiger Anwendung genießend hingenommen. Benutzen sie
eine weiche Bürste oder einen Pflege- bzw. Hundehandschuh. Bei Haarwechsel
sollten sie dann öfters bürsten, weil er sich sonst überall kratzt.
Haarwechsel ist im Frühling und im Herbst.
Sollte das Fell glanzlos werden und verliert unerklärbar seine Dichte - und
ihr Bully befindet sich nicht im Haarwechsel, ist trächtig oder wird durch
Welpenversorgung strapaziert - kann es sein, dass er an den Folgen einer
Mangelernährung oder inneren Erkrankungen leidet. Gehen sie mit ihrem Bully
sofort zum Tierarzt und holen sich Rat.
Das Hundebad bei der Französischen Bulldogge ist ein sehr
umstrittenes Thema. Wegen der Haut- und Haarentfettenden Seifensubstanzen
sollte darauf verzichtet werden. Doch aus hygienischen Gründen und des
eigenen Körpergeruchs ihres Hundes sollte ein Bad einmal im Monat möglich
sein. Hierbei sollte aber beachtet werden, dass es alkalifreie und
rückfettende Haarwaschmittel gibt. Diese schließen Fell- und
Hautschädigungen durch Seife weitgehend aus. Würden sie auf ein PH-neutrales
Shampoo verzichten, so würde dieses den natürlichen Säureschutzmantel ihres
Bullys angreifen. Die Folge; Schmutz und Staub können besser haften und der
Schutz vor Hautkrankheiten und auch vor Kälte wäre verringert.
Baden sie ihren Bully in der Dusche oder einer kleinen Wanne. Waschbecken
und Schüsseln sind zu klein und daher ungeeignet. Hohe Badewannenwände wird
ihr Bully auch nicht mögen. Machen sie ihren Bully mit handwarmen Wasser
nass, seifen sie ihn anschließend ein und spülen sie ihn wieder gründlich
ab. Achten sie darauf, dass keine Seife und kein Wasser in die Augen, Ohren
und die Nase ihres Hundes läuft. Geben sie ihren Bully Gelegenheit zum
schütteln, wenn sie ihn abgeduscht haben. Danach gründlich abrubbeln und
trocken fönen. Es wird ihm nicht sonderlich gefallen. Reden sie ihm gut zu
und versuchen ihn zu beruhigen.
Auch wenn ihr Bully scheinbar wieder trocken ist, sorgen sie dafür, dass er
noch ca. 2 Stunden in einer zugluftfreien Umgebung bleibt. Im Sommer können
sie ihm sich sein Fell aber auch in der Sonne trocknen lassen.